Duisburg liegt auf durchschnittlich 33 Metern über NHN und zählt rund 500.000 Einwohner. Der Untergrund der Stadt wird maßgeblich durch quartäre Terrassenablagerungen des Rheins und der Ruhr geprägt – feinsandige Schluffe und Tone wechseln sich mit Kiesen ab. Für Bauvorhaben in diesen bindigen Schichten ist die ungestörte Probenahme mit dem Shelby-Rohr das Mittel der Wahl. Sie liefert bodenphysikalische Kennwerte, die gestörte Verfahren nicht abbilden können. Vor der Gründungsbemessung wird daher oft ein Studium der mechanischen Bodeneigenschaften durchgeführt, das auf diesen Proben aufbaut. Parallel dazu kann eine Rammsondierung (SPT) Aufschluss über die Lagerungsdichte geben. Die Kombination beider Verfahren erhöht die Prognosesicherheit in Duisburgs heterogenem Baugrund erheblich.

Nur die ungestörte Probe zeigt die echte innere Struktur des Bodens – gestörte Proben liefern lediglich Schätzwerte für die Tragfähigkeit.