Wenn wir in Duisburg mit der Differenzialsetzungsanalyse beginnen, steht meist ein mobiles Vermessungsteam mit hochpräzisen Nivelliergeräten und Setzungspegeln auf der Baustelle. Die Stadt liegt im Rhein-Ruhr-Raum, wo der Untergrund aus mächtigen Kiesschichten, Sanden und teilweise weichen Tonen besteht – ideale Bedingungen für ungleiche Setzungen, wenn ein Bauwerk auf heterogenem Grund lastet. Wir installieren Messpunkte an den kritischen Stellen des Gebäudes und erfassen die Verformungen über Wochen oder Monate hinweg. Parallel dazu führen wir ergänzende Feldversuche wie den Druckversuch mit der Platte durch, um die tatsächliche Steifigkeit des Bodens zu bestimmen. Diese Daten fließen direkt in die numerische Modellierung ein, mit der wir prognostizieren, ob und wo Differenzialsetzungen auftreten könnten.

In Duisburgs heterogenem Untergrund sind Differenzialsetzungen von wenigen Millimetern oft der Auslöser für Risse in tragenden Wänden und Fassaden.