Immer wieder erleben wir, dass Bauunternehmen in Duisburg die Tragfähigkeit des Baugrunds auf Basis alter Karten oder benachbarter Grundstücke schätzen – mit fatalen Folgen: Setzungsrisse, nachträgliche Unterfangungen oder sogar Einstürze. Der heterogene Untergrund der Stadt, geprägt durch Bergbaufolgen und Flusssedimente des Rheins, erfordert eine standortspezifische Tragfähigkeitsanalyse. Ohne diesen Schritt tappt man im wahrsten Sinne im Dunkeln. Ein verlässlicher Wert der zulässigen Bodenpressung ist die Basis jeder wirtschaftlichen Gründung – egal ob für ein Mehrfamilienhaus in Homberg oder eine Halle im Hafen.

Die zulässige Bodenpressung in Duisburg schwankt lokal zwischen 100 kN/m² in Auffüllungen und über 400 kN/m² in Rheinterrassen – eine pauschale Annahme ist fahrlässig.