Das seismische Messequipment für die Tomographie in Duisburg umfasst 24-Kanal-Geophonketten mit 4,5-Hz-Eigenfrequenz und einen hydraulischen Impulshammer als Energiequelle. Die Auslage der Geophone erfolgt entlang eines Profils von bis zu 200 Metern Länge, abgestimmt auf die erwartete Tiefe der Schichtgrenzen. Für die Refraktionsauswertung nutzen wir die Methode der ersten Einsätze (first breaks), während die Reflexionsbearbeitung auf CMP-Sortierung und Stapelung basiert. Vor der Messung wird die Topografie mittels Nivellement erfasst, um statische Korrekturen zu berechnen. Die Datenaufnahme erfolgt mit 0,25 ms Samplingrate und einer Aufzeichnungslänge von 2 s. Ergänzend zur seismischen Tomographie empfiehlt sich eine Georadar-Messung (GPR) zur hochauflösenden Kartierung oberflächennaher Strukturen, insbesondere bei heterogenen Auffüllungen im Hafengebiet. Die Kombination beider Verfahren liefert ein robustes Untergrundmodell für die Baugrunderkundung in Duisburg.

P-Wellen-Geschwindigkeiten von 400 m/s in Auffüllungen bis 1800 m/s in tertiären Sanden – die seismische Tomographie liefert das Geschwindigkeits-Tiefen-Modell je Meter Profil.