Die Geologie in Duisburg ist stark von der Rheinniederung und den eiszeitlichen Terrassenablagerungen geprägt. In weiten Teilen des Stadtgebiets stehen mächtige sandig-kiesige Schichten an, die jedoch von weichen, bindigen Deckschichten aus Auelehm und tonigen Schluffen überlagert werden. Genau dieser Wechsel zwischen steifen und weichen Böden macht eine lokale Analyse der seismischen Verstärkung in Duisburg so entscheidend. Ohne genaue Kenntnis der Schichtfolge und der vs30/" data-interlink="1">Scherwellengeschwindigkeit Vs30 lassen sich die Standorteffekte nach DIN EN 1998-1/NA nicht zuverlässig bewerten. Eine fundierte Untersuchung verhindert Fehleinschätzungen bei der Bemessung von Bauwerken in dieser erdbebengefährdeten Zone 1 bis 2. Daher kombinieren wir oberflächennahe MASW-Messungen mit einer detaillierten Baugrundklassifikation nach DIN 4149.

Die weiche Deckschicht in Duisburg kann Erschütterungen im Periodenbereich von 0,3 bis 0,6 s um das Zweifache überhöhen.