Duisburg wuchs im 19. Jahrhundert rasant zur Industriestadt am Rhein und an der Ruhr. Die Bebauung erfolgte oft auf künstlich aufgeschütteten Flächen oder in ehemaligen Auenbereichen. Diese heterogenen Böden stellen hohe Anforderungen an die Baugrubensicherung. Eine professionelle geotechnische Baugrubenüberwachung ist daher Pflicht, nicht Kür. Besonders in Hafennähe oder entlang des Rheins können unerwartete Setzungen oder Wasserzutritte die Baustelle lahmlegen. Ergänzend zur Überwachung sollte vorab eine Klassifikation der anstehenden Böden erfolgen, um das Verformungsverhalten besser prognostizieren zu können. Auch die Messung von Grundwasserständen vor Ort liefert wertvolle Daten für die Planung der Wasserhaltung.

In Duisburger Altbaulagen reichen oft schon 10 mm horizontale Wandverschiebung aus, um Schäden an historischen Fassaden zu verursachen – eine Früherkennung ist existenziell.